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Von der Redaktion Speicherlösung | Lesezeit: 7 Minuten

Das Elektroauto mit Sonnenstrom vom eigenen Dach laden – das ist die wohl wirtschaftlichste Art, ein E-Auto in der Schweiz zu betreiben. Während öffentliche Ladestationen einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU) verlangen, kostet selbst erzeugter Solarstrom effektiv unter einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU). In Kombination mit einem Batteriespeicher und einer intelligenten Wallbox lässt sich das volle Potenzial ausschöpfen. Wir zeigen, wie das Zusammenspiel funktioniert.

So viel Solarstrom braucht Ihr Elektroauto

Ein durchschnittliches Elektroauto verbraucht 15–18 kWh pro 100 Kilometer. Bei der in der Schweiz typischen Jahresfahrleistung von 13'000–15'000 km ergibt sich ein Strombedarf von rund 2'000–2'700 kWh pro Jahr. Das entspricht in etwa der Produktion von 2–3 kWp zusätzlicher PV-Leistung auf dem Dach.

Wer bereits eine 10-kWp-Anlage betreibt, die jährlich rund 10'000 kWh produziert, hat meistens genug Überschuss, um das E-Auto zu versorgen – vorausgesetzt, das Laden findet tagsüber statt. Hier kommt die Wallbox mit Solarüberschussladung ins Spiel.

Die richtige Wallbox für solares Laden

In der Schweiz sind drei Wallbox-Typen verbreitet, die sich für das Solarstrom-optimierte Laden eignen:

Die Installation muss in der Schweiz von einem konzessionierten Elektriker durchgeführt werden. Die Gesamtkosten inklusive Montage liegen bei CHF 2'000–4'500, abhängig von der Leitungslänge zwischen Elektroverteilung und Stellplatz.

Warum der Batteriespeicher den Unterschied macht

Die grösste Herausforderung beim solaren Laden: Die meisten Berufstätigen sind tagsüber nicht zu Hause – also genau dann, wenn die Solaranlage am meisten produziert. Der Batteriespeicher löst dieses Timing-Problem auf zwei Arten:

Variante 1 – Speicher als Puffer: Der Speicher lädt sich tagsüber mit Solarüberschuss und gibt die Energie abends an die Wallbox weiter. Ein 10-kWh-Speicher wie der BYD HVS oder Huawei LUNA 2000 reicht, um abends 40–60 km Reichweite nachzuladen – genug für die meisten Pendler.

Variante 2 – Bidirektionales Laden (V2H): Ab 2026 unterstützen erste Fahrzeugmodelle das Rückspeisen vom Auto ins Haus (Vehicle-to-Home). Die 60–80-kWh-Batterie des Elektroautos wird dabei zum grössten Speicher im Haushalt. An Wochenenden kann das Auto tagsüber solar laden und abends den Haushalt versorgen. Modelle wie der Hyundai Ioniq 5 und der VW ID.4 bieten diese Funktion bereits.

Energiemanagement: So steuern Sie alles automatisch

Ein Energiemanagementsystem (EMS) koordiniert PV-Anlage, Speicher, Wallbox und Hausverbraucher. In der Schweiz sind Solar Manager (aus Winterthur), smart-me und der Fronius Wattpilot die beliebtesten Lösungen. Das EMS arbeitet nach einer klaren Prioritätenreihenfolge:

  1. Hausverbraucher direkt mit Solarstrom versorgen
  2. Batteriespeicher laden
  3. Elektroauto mit verbleibendem Überschuss laden
  4. Restüberschuss ins Netz einspeisen

Diese intelligente Steuerung maximiert den Eigenverbrauch und minimiert die Netzeinspeisung. Der Gesamteigenverbrauch eines Haushalts mit PV, Speicher und E-Auto kann auf über 85 % steigen.

Kostenersparnis: Was Sie jährlich sparen

Die Einsparung durch solares Laden ist beträchtlich. Rechenbeispiel für 14'000 km Jahresfahrleistung (Verbrauch 16 kWh/100 km = 2'240 kWh/Jahr):

Gegenüber öffentlichem Laden sparen Sie also rund CHF 940 pro Jahr. In Kantonen wie Zug, Luzern und Schwyz profitieren E-Auto-Besitzer zusätzlich von reduzierten Motorfahrzeugsteuern.

Fazit: Die perfekte Kombination für Schweizer Pendler

Solaranlage, Batteriespeicher und Wallbox bilden ein Dreiergespann, das sowohl den Haushalt als auch die Mobilität mit sauberem Strom versorgt. Die Investition in eine solaroptimierte Wallbox amortisiert sich innerhalb von 2–3 Jahren. Planen Sie die Speichergrösse von Anfang an mit dem E-Auto-Verbrauch mit ein – so profitieren Sie von den kantonalen Förderungen für das Gesamtpaket.

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