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Von der Redaktion Speicherlösung | Lesezeit: 7 Minuten

Zu gross ist Geldverschwendung, zu klein bringt kaum Nutzen – die richtige Speichergrösse zu finden, ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Planung einer Solaranlage mit Batterie. In der Schweiz gibt es klare Methoden und Faustregeln, mit denen Sie die optimale Kapazität für Ihren Haushalt ermitteln können. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie es geht.

Schritt 1: Ihren Stromverbrauch analysieren

Alles beginnt mit Ihrem tatsächlichen Verbrauchsprofil. Ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt verbraucht rund 4'500 kWh pro Jahr. Entscheidend ist aber nicht der Jahresverbrauch, sondern die Verteilung über den Tag. Der Speicher muss die Lücke zwischen Solarproduktion (tagsüber) und Verbrauch (abends/nachts) schliessen.

Fordern Sie bei Ihrem Energieversorger die Smart-Meter-Daten an – die meisten Schweizer Versorger stellen Verbrauchsdaten in 15-Minuten-Intervallen zur Verfügung. Daraus lässt sich ablesen, wie viel Strom Sie zwischen 18 Uhr abends und 8 Uhr morgens verbrauchen. Für einen typischen 4-Personen-Haushalt in der Deutschschweiz liegt dieser Nachtverbrauch bei 6–10 kWh.

Schritt 2: Die PV-Anlagengrösse einbeziehen

Die PV-Anlagengrösse bestimmt, wie viel Überschuss zum Laden des Speichers verfügbar ist. Eine bewährte Faustregel: Pro kWp PV-Leistung sollten Sie 1–1,5 kWh Speicherkapazität einplanen. Bei einer 8-kWp-Anlage wären das 8–12 kWh, bei einer 12-kWp-Anlage 12–18 kWh.

Diese Regel funktioniert für die meisten Schweizer Einfamilienhäuser gut, hat aber Grenzen. Bei Ost-West-Dächern verteilt sich die Produktion gleichmässiger über den Tag, und ein etwas kleinerer Speicher kann genügen. Bei reinen Süddächern konzentriert sich die Produktion auf die Mittagsstunden – hier ist ein grösserer Speicher sinnvoller, um den starken Mittagsüberschuss aufzufangen.

Schritt 3: Zukünftige Verbraucher berücksichtigen

Einer der häufigsten Planungsfehler: Der Speicher wird auf den heutigen Verbrauch ausgelegt, ohne an die Zukunft zu denken. Planen Sie in den nächsten Jahren ein Elektroauto? Dann rechnen Sie zusätzlich 2'000–3'000 kWh Jahresverbrauch hinzu. Steht ein Umstieg auf eine Wärmepumpe an? Das bedeutet weitere 3'000–6'000 kWh.

Unser Tipp: Wählen Sie ein modular erweiterbares System wie den BYD HVS (erweiterbar bis 25,6 kWh) oder den Huawei LUNA 2000 (erweiterbar bis 30 kWh). So können Sie mit einer Grundkapazität starten und bei Bedarf Speichermodule ergänzen, ohne das ganze System tauschen zu müssen.

Rechenbeispiel für ein Schweizer Einfamilienhaus

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Familie Meier in Aarau hat eine 10-kWp-Solaranlage und verbraucht 5'200 kWh pro Jahr. Die Smart-Meter-Daten zeigen einen Nachtverbrauch von 8 kWh. Die PV-Anlage produziert jährlich rund 10'000 kWh.

Wann sich ein grösserer Speicher lohnt

Ein Speicher über 12 kWh ist sinnvoll, wenn mindestens einer dieser Faktoren zutrifft:

In diesen Fällen kann ein 15–20-kWh-System die bessere Wahl sein. Die Tesla Powerwall 3 mit 13,5 kWh oder ein erweiterter BYD HVS mit 15,4 kWh decken die meisten dieser Szenarien ab.

Professionelle Planungstools nutzen

Für eine präzise Simulation empfehlen wir professionelle Planungstools. Die Software Polysun – entwickelt von der Schweizer Firma Vela Solaris in Winterthur – simuliert die Speichernutzung über ein ganzes Jahr mit stündlichen Wetterdaten für jeden Schweizer Standort. PVSol bietet eine vergleichbare Funktionalität. Ihr Installateur sollte eine solche Simulation in der Offerte einschliessen.

Alternativ bietet der Online-PV-Rechner eine erste Einschätzung. Für die detaillierte Planung empfehlen wir jedoch immer eine professionelle Vor-Ort-Beratung durch einen Swissolar-zertifizierten Fachbetrieb.

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